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Entscheidung gegen Müncher Winterspiele 2018 als Anlass zur Kurskorrektur

ödp fordert sofortigen Stopp der Startbahn-Planung und ein Umdenken bei zweiten S-Bahn-Stammstrecke

Freising ­ Nur ein wenig enttäuscht, aber mit einer großen Portion Erleichterung reagierte man jetzt beim Kreisverband der Ökodemokraten (ödp) auf die Olympia-Absage für München. Zwar sei es auf den ersten Blick Schade, dass Deutschland nun leer ausgehe, meint dazu ödp-Kreischef Ulrich Vogl. Angesichts der massiven Auswirkungen, die ein Ausrichten der Spiele in München in den kommenden Jahren jedoch gehabt hätte, könnte und müsste man als Landkreis-Bürger, aber auch als bayerischer Steuerzahler über die getroffene Entscheidung mehr als glücklich sein.

Denn eines ist klar: "Munich 2018" wäre für die seit Jahren schwächelnde Flughafen München Gesellschaft (FMG) der ideale Aufhänger gewesen, die 3. Startbahn nun im Eilverfahren bis 2018 durchzudrücken. Angesichts immer noch rückläufiger Starts und Landungen sowie einem ebenso "bescheidenen" Ausblick für die kommenden Jahre, hat sich mit dem heutigen Tag eine "wichtige Alibiveranstaltung" der FMG quasi in Luft aufgelöst, so der Freisinger ödp-Stadtrat.

Kontinuierlich steigende Rohölpreise, der von der Bundesregierung gewagte Tabubruch bei der Besteuerung des Flugverkehrs (Luftverkehrsabgabe) und der ab 2012 kommende Emissionsrechtehandel werden zu einer weiteren "Wachstumsdelle" für den Klimakiller Flugvekehr führen, gibt sich Vogl gewiss. Außerdem stehe momentan angesichts der sich im Eiltempo verschärfenden Euro- und US-Dollar-Probleme die nächste Weltwirtschaftskrise bereits in den Startlöchern. Was das für das Flugverkehrsaufkommen bedeute, ist laut Vogl spätestens seit 2009 klar.

Aber auch die Planung der "unsinnigen" 2. S-Bahn-Stammstrecke in Ost-West-Richtung müsse nun, wie Vogl weiter ausführt, wieder auf den politischen Prüfstand kommen. Denn es gäbe eine deutlich bessere Alternative dazu: Das von einem Münchner Planungsbüro erarbeitete sog. NordTunnel-Projekt, bestehend aus dem oberirdischen S-Bahn-Südring und einer neuen Nord-SüdDurchquerung Münchens, schlage die offiziell schön gerechnete 2. Stammstrecke in Ost-WestRichung um Längen. Zudem biete diese Variante allen Nutzern erhebliche Vorteile.

Angesichts knapper Kassen und total überschuldeter Haushalte müsse man die Chance nutzen und sich von beiden Projekten ­ Startbahn-3 und 2.Stammstrecke in Ost-West-Richung - jetzt verabschieden. Es gelte eben wieder mal der alte Leitspruch: "Weniger ist Mehr!"

ödp Kreisverband Freising
ödp Fraktion im Stadtrat Freising
ödp Ortsverband Neufahrn


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