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ÖDP-Diskussionsrunde zum Thema: Mobilität in den 20er Jahren - Chance oder Sackgasse?

Emmering (ag): In den 2020er Jahren brauchen wir dringend eine
Verkehrswende, denn nur so können wir einer Klimakatastrophe und einem
Verkehrsinfarkt entgegenwirken. In diesem Punkt waren sich alle
Diskussionsteilnehmer einig. Doch was ist jetzt konkret zu tun?


Die Bahn gilt als das Verkehrsmittel der Zukunft: Die S4 sollte möglichst
4-gleisig ausgebaut werden und eine Taktverbesserung wäre notwendig, um die
Menschen vom Auto zum ÖPNV zu bringen. Denn wir brauchen mehr Platz für
Menschen, statt für Autos, meint Mirko Pötzsch, Stadtrat FFB, Sprecher der
Bürgerinitiative „S4-Ausbau jetzt". Elektromobilität möglich machen wäre
entscheidend, wobei eben auch Bahnen elektrisch fahren, sogar ohne Akkus.
Dabei wurden die Platzprobleme, unzureichende Fahrzeug- und
Mitarbeiterkapazitäten bei der Bahn und fehlende Mitwirkung von Anwohnern
von Johannes Blaut, Projektsekretär der Eisenbahn- und
Verkehrsgewerkschaft, angesprochen. Es sei zwar eng, aber machbar und
sicherer. Wichtig sind beim ÖPNV auch die Tangentialverbindungen, z.B.
durch Expressbusse. Auch eine Umschichtung von Fördergeldern weg vom Auto
forderte Thomas Brückner, Vertreter der BUND Naturschutz, Kreisgruppe FFB
und des VERKEHRSFORUMS FFB.


Adi Stumper, Allgemeiner Deutscher Fahrradclub ADFC, Vorstand FFB ist
wichtig: Der Radverkehr sollte gefördert und verbessert werden, z.B. durch
ein gut ausgebautes und sicheres Radwegenetz und Schnellradwege. Auch hier
sind nicht nur sternförmige, sondern Tangentialverbindungen nötig, fordert
Dr. Reinhold Koch, Stadtrat und Planungsreferent in Puchheim. Das dient der
Gesundheit, spart Platz, Kosten und Lärm im Vergleich zum Auto, was unter
anderem Thomas Holzmüller, Fachbereich Mobilität bei ZIEL 21
(Energiewendeverein) betonte.


Die Vernetzung der Verkehrssysteme und der Menschen ist notwendig, um die
Akzeptanz für Bahn, Bus und Rad zu erhöhen und die Attraktivität, besonders
auch für die Jugend, zu verbessern, gab Max Keil, ÖDP Kreisrat, zu
bedenken. Dafür sind z.B. Mobilitätsstationen u.a. an Bahnhöfen und Apps
für Sammeltaxis einzurichten, auch in Neubaugebieten wären schon in der
Planung Carsharing, Lastenräder und Stromtankstellen sinnvoll mit
einzubauen. Die Arbeit sollte mit dem Wohnen wieder näher zusammenrücken,
dann kann man viele Wege zu Fuß und mit dem Fahrrad erledigen und weniger
Stellplätze wären nötig, meint auch Alexa Zierl, Stadträtin und Gründerin
des Brucker Radlmobils. Bei alldem ist aber nicht zu vergessen:
Energiesparen ist für den Klimaschutz extrem wichtig!


Die Diskussionsrunde wurde moderiert von Kreisrat  und Landratskandidat Christian Holdt.


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